3E Christians in the Middle East

 
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7.August - 13. August 2017

Open to German and international
students and doctoral students.
 Kreis4 Geöffnet für deutsche und internationale
Studierende und Promovierende.

Seminarsprachen: Deutsch und Englisch

 

  Course languages: German and English

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Christians in the Middle East

  Christen im Nahen Osten

Eastern Oriental Christians are living in those Middle Eastern places where Christianity came into being. These churches’ potential is neglected if they are exclusively presented as being victims of the aggression of Muslim fundamentalists. The Ethiopian, Coptic, Syrian Orthodox and Armenian churches gained experience from many centuries of religious coexistence – a highly relevant point in the current situation in Europe as well.

From the time of Late Antiquity onwards, Ancient Oriental churches worked as bridge-builders between eastern and western cultures and religions and thus shaped their surroundings. Those who are looking for interreligious dialogue and understanding beyond the usual stereotypes of East and West should not neglect the experience of these churches.

We will look at the self-understanding of the eastern-oriental churches and their achievements in building bridges between cultures. We will deal with the relationship between Eastern Oriental churches with western Christianity, and also their relationship to their Muslim surroundings. Last but not least, we will consider the self-images and representations of these churches in the eyes of others that have existed in both the East and the West throughout the centuries.

 

Die altorientalischen Kirchen entstammen den Ursprungsregionen des Christentums im Nahen Osten. Wer sie, wie dies im aktuellen politischen Diskurs geschieht, ausschließlich als Opfer islamistischer Aggression wahrnimmt, unterschätzt die Potenziale dieser Kirchen: Durch ihre jahrhundertelange religiöse und kulturelle Koexistenz mit dem Islam verfügen die Kirchen Äthiopiens, Ägyptens, Syriens und Armeniens über Erfahrungen, die gerade in der gegenwärtigen Situation Europas Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdienen.

Als Brückenkulturen haben die altorientalischen Christen seit der Spätantike die Vermittlung zwischen östlichen und westlichen Überlieferungen in besonderer Weise gepflegt und ihr kulturelles Umfeld dadurch nachhaltig geprägt. Wer den interreligiösen Dialog und die interkulturelle Verständigung jenseits der gängigen Stereotype sucht, sollte deshalb an den Erfahrungen der nahöstlichen Kirchen nicht vorbeigehen.

Das Seminar stellt das Selbstverständnis der altorientalischen Kirchen vor und betrachtet ihre kulturellen Transferleistungen. Wir fragen nach dem Bild dieser Kirchen in den Augen ihres kulturellen Umfeldes und ihrer westlichen Kontaktpartner. Den Beziehungen der altorientalischen Christen zu ihren westlichen Glaubensgeschwistern gehen wir ebenso nach wie dem Verhältnis zu ihren muslimischen Nachbarn. Nicht zuletzt soll auch nach den Funktionen des Selbst- und der Fremdbilder dieser Kirchen gefragt werden, die es in Ost und West durch die Jahrhunderte hindurch gegeben hat.


Dr. Martin Illert works at the headquarters of the Evangelical Church in Germany (EKD) and is responsible for the “Orthodoxy, general ecumenism and scholarships” desk. He is an associate lecturer at Martin-Luther-University Halle- Wittenberg in the field of Eastern Christian Studies. External lecturers (invited): Dr. Maibritt Gustrau (Mannheim), Prof. Dr. Wolfgang Schwaigert (Göppingen), Prof. Dr. Fouad Ibrahim (Kröffelbach).

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Oberkirchenrat Dr. Martin Illert ist Referent für Orthodoxie, allgemeine Ökumene und Stipendien bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als Privatdozent forscht und lehrt er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Bereich Ostkirchenkunde. Als Referentinnen sind angefragt: Dr. Maibritt Gustrau (Mannheim), Prof. Dr. Wolfgang Schwaigert (Göppingen), Prof. Dr. Fouad Ibrahim (Kröffelbach)

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