2B Zukunft der EU

 
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31. Juli - 3. August 2017

Geöffnet für Stipendiatinnen und Stipendiaten
aller Begabtenförderungswerke.

 Kreis2 Open to scholarship holders of all scholarship
organisations for gifted students and doctoral students

Seminarsprache: Deutsch

 

  Course language: German

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Die Zukunft der EU (Planspiel)

  Future of the European Union (simulation game)

Die EU sieht sich seit einigen Jahren mit einem wachsenden Euroskeptizismus in fast allen Mitgliedsländern konfrontiert. Die EU wird dabei zunehmend als bürgerfern, undemokratisch und zu bürokratisch wahrgenommen. Populistische Parteien nutzen diese Ressentiments, um hieraus politisches Kapital zu schlagen. Die Entscheidung in Großbritannien für einen Brexit steht beispielhaft dafür, wie populistische Parteien und Bewegungen bestehende Krisen und Konflikte in der EU ausnutzen.

Die Zukunft der EU ist derzeit also so offen wie schon lange nicht mehr.  Ideen und Ansätze wie das Projekt Europa wieder akttraktiver gestaltet werden kann, reichen von einer verstärkten politischen Integration, über ein Europa der Regionen, bis hin zu einem losen Staatenbund der vor allem auf wirtschaftlicher Ebene miteinander kooperiert. Während hierbei auch immer
mehr Stimmen laut werden, die das Projekt Europa als gescheitert betrachten, ist die EU trotz der offensichtlichen Schwächen nach wie vor für viele Menschen vor allem außerhalb der Grenzen der Union attraktiv.

Mit Hilfe eines Planspiels werden Beitrittsverhandlungen zur EU simuliert. In diesem Zuge wird erötert, wie sich die Union selbst wahrnimmt, wie sie nach Außen wirkt und auf welchen Prinzipien sie in Zukunft aufbauen möchte. Dabei wird für die Schwierigkeiten und Konflikte, aber auch die Chancen, die mit der europäischen Integration einhergehen, sensibilisiert. Ziel ist auch, sich der eigenen Verantwortung für Europa bewusst zu werden und die eigenen Handlungskompetenzen auszubauen. Durch das Planspiel gewinnen die Teilnehmenden ein Bewusstsein für  Gemeinsamkeiten, Kooperationsbedarf und die Schwierigkeiten der Entscheidungsfindung, die zu einer Lösung sozialer und politischer Problemfelder einen Beitrag leisten können.

 

 

For several years now, the European Union (EU) has been faced with a growing Euroscepticism in almost all member countries. The EU is increasingly perceived as remote, undemocratic and overly bureaucratic. Populist parties use these resentments to make political capital out of them. The United Kingdom’s decision in favour of Brexit is an example of how populist parties and movements are taking advantage of existing crises and conflicts in the EU.

The EU’s future is currently more open than it has been for a long while. Ideas about how to make the European project more attractive again range from strengthened political integration, or a Europe of the regions, to a loose confederation of states cooperating primarily at the economic level. While more and more voices are calling the European project a failure, the EU is still attractive for many people, especially those outside the borders of the Union.

Accession negotiations with the EU will be played through in a simulation game. In this context, we will discuss how the Union perceives itself, how it appears to the outside and on which principles it wants to build in future. We will raise awareness of the difficulties and conflicts, but also of the opportunities associated with European integration. The aim is also to become aware of our own responsibility for Europe. Thanks to the simulation game, participants will gain awareness of similarities, cooperation needs and the difficulty of decision-making, which may contribute to a solution for social and political problem fields.

 

Florian Dunkel ist Diplom-Politologe, Gründungsmitglied und seit 2008 geschäftsführender Vorstand des gemeinnützigen Vereins CRISP.Der Verein ist im Bereich der Konfliktbearbeitung und der politischen Bildung im In- und Ausland tätig, und führt hierzu Planspiele durch. In dieser Funktion hat Herr Dunkel zahlreiche Projekte zur Konfliktbearbeitung im Südlichen Kaukasus, dem Westlichen Balkan und der Ukraine geleitet. In den letzten Jahren hat er sich vor allem mit Beteiligungskonflikten im Bereich der Stadtentwicklung, sowie den Themenkomplexen Migration und Rechtspopulismus beschäftigt.

 

Florian Dunkel graduated in Political Science. He is a founding member and since 2008 the managing director of the non-profit organisation CRISP. The organisation operates in the field of conflict management and civic education, both nationally and internationally, including the implementation of simulation games. In this function, Florian Dunkel has conducted numerous projects regarding conflict resolution in the South Caucasus, Western Balkans and Ukraine. In recent years, he has concentrated especially on the participation conflicts in the field of urban development, as well as on the topics of migration and right-wing populism.